Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg
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Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie Wirbelsäulenchirurgie

Fast jeder Mensch erfährt im Laufe seines Lebens was es bedeutet, an Rückenschmerzen zu leiden. Diese Symptome sind nicht immer gleich ein Fall für die Wirbelsäulenchirurgie. Meist helfen Schmerzmittel, Physiotherapie, Gewichtsabnahme und Sport über die Beschwerden hinweg. Nur in bestimmten Fällen ist eine Operation an der Wirbelsäule nicht zu umgehen. Diese operative Therapien werden künftig auch im Kreiskrankenhaus angeboten.

 Mit Dr. med. Rafael D. Sambale behandelt einer der renommiertesten Spezialisten Deutschlands Patienten mit Wirbelkörperbrüchen oder Bandscheibenvorfällen in unserem Kreiskrankenhaus. Die Kreisklinik kooperiert dabei mit der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel.

Das Behandlungskonzept sieht eine enge Verzahnung der Abläufe zwischen Dr. Sambale und dem ärztlichen und pflegerischen sowie therapeutischen Team der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie des Kreiskrankenhauses unter Leitung von Chefarzt Dr. med. Oliver Schuppan vor.

Kooperation mit der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel

Dr. Sambale ist Facharzt für Orthopädie und Chirurgie mit den Zusatzbezeichnungen Chirotherapie, Physikalische Therapie und spezielle Schmerztherapie. Er war viele Jahre als Chefarzt in der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau tätig und ist seit November 2015 Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenorthopädie der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel.

Der Bereich Wirbelsäulenorthopädie innerhalb der chirurgischen Abteilung des Kreiskrankenhauses bietet Betroffenen moderne Möglichkeiten der Untersuchung und Behandlung: Differenzierte orthopädische und neurologische Diagnostik, Darstellung der Wirbelsäulenabschnitte mit modernsten bildgebenden Verfahren, Techniken der Nicht-operativen Behandlung (Schmerztherapie, Physiotherapie, röntgengestützte Infiltrationen) sowie ein breites Spektrum der operativen Therapie.

Behandelt werden unter anderem Wirbelkörperbrüche infolge verstärkten Knochenschwundes (Osteoporose) oder einer Unfallverletzung. Mit einem minimalinvasiven Verfahren - einem kleinen Einschnitt - wird Zement zur Stabilisierung des Wirbels im Knochen platziert. Der Vorteil des als Kyphoplastie bezeichneten Verfahrens besteht darin, dass der Patient umgehend nach der Operation schmerzfrei mobil ist.

Zum neuen Leistungsspektrum des Kreiskrankenhauses zählen auch Bandscheibenoperationen. Zur Erklärung: Die Bandscheibe besteht aus einem Faserring und dem darin eingeschlossenen Gallertkern. Bei einem Riss des Faserringes werden Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal verlagert und können in unmittelbarer Nähe verlaufenden Nervenwurzeln quetschen. So entstehen die typischen Beschwerden wie Beinschmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder sogar Lähmungen der Beinmuskulatur. 

Gewebe entfernen, das bedrängten Nerv reizt

Nach einem Bandscheibenvorfall kommt unter bestimmten Voraussetzungen eine Operation infrage. Ob und mit welcher Methode eine Operation erfolgt, hängt vom Ausmaß der Schmerzen, dem Befund der bildgebundenen Untersuchungen (Röntgen, CT, MRT) und der weiteren Symptome (Taubheit, Ausfallerscheinungen) ab. Ziel ist es, das Bandscheibengewebe zu entfernen, das den bedrängten Nerv reizt.

Die Operationen erfolgen durch Dr. Sambale im Kreiskrankenhaus. Die postoperative Betreuung gewährleistet das Team von Dr. Schuppan. Die Terminvereinbarung zur Vorstellung von Patienten mit Erkrankungen der Wirbelsäule erfolgt über das Medizinische Versorgungszentrum des Kreiskrankenhauses.