Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg
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Geschäftsbesorgungsvertrag wird beendet

Die Vitos GmbH und der Landkreis Waldeck-Frankenberg haben sich in der vergangenen Woche darauf verständigt, den Geschäftsbesorgungsvertrag für die Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH einvernehmlich aufzuheben. Der Vitos Aufsichtsrat hat entschieden, den Vertrag fristgerecht zum 14. Mai 2018 zu kündigen. „Damit soll der Landkreis Waldeck-Frankenberg in die Lage versetzt werden, schnell handeln zu können“, sagt Vitos Geschäftsführer Reinhard Belling. „Gleichzeitig soll aufgrund der aktuell entstandenen Situation und öffentlichen Debatte Schaden von Vitos vermieden werden.“

Unterschiedliche Vorstellungen bei der Ausgestaltung des Sanierungsweges haben letztendlich dazu geführt, dass sich die Vertragsparteien einvernehmlich darauf verständigt haben, diese Form der Zusammenarbeit nicht weiter fortzusetzen. Die fristgerechte Kündigung hat die Vitos GmbH am Montag dem Landkreis Waldeck-Frankenberg vorgelegt. Der Aufsichtsrat des Kreiskrankenhauses Frankenberg hat der Aufhebungsvereinbarung in seiner Sitzung am Montag zugestimmt. Nun beraten beide Partner vertrauensvoll und konstruktiv über die Einzelheiten der Vertragsaufhebung.

„Wir haben uns darauf verständigt, dass sich der Geschäftsführer Ralf Schulz zum Jahresende 2017 wieder vollständig seinen Aufgaben als Geschäftsführer der Vitos Haina gGmbH widmen kann“, betont Vitos Geschäftsführer Belling. Für die restliche Vertragslaufzeit soll dann eine Interimsgeschäftsführung für das Kreiskrankenhaus gefunden werden. Entsprechende Möglichkeiten werden momentan ausgelotet. „Über diesen geplanten Geschäftsführerwechsel wird der Aufsichtsrat des Kreiskrankenhauses Frankenberg auf Vorschlag von Vitos befinden“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende des Kreiskrankenhauses und Landrat Dr. Reinhard Kubat: „Ich danke Herrn Schulz für sein großes Engagement, das er bei der Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses Frankenberg gezeigt hat.“ Reinhard Belling sagt: „Ralf Schulz hat mit seiner Arbeit deutliche Erfolge und maßgebliche Fortschritte erzielt.“

„Vitos ist und bleibt ein starker Partner, mit dem wir auch künftig mögliche Formen der Zusammenarbeit ausloten werden“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat daher weiter starkes Interesse an den Planungen für einen Neubau der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Frankenberger Goßberg. „Von dieser Nähe profitieren beide Partner: Vitos Haina kann auf die gut aufgestellte Medizintechnik und die somatischen Kompetenzen der Kreisklinik zugreifen. Die Vergrößerung des medizinischen Standortes hat auch für das Kreiskrankenhaus eine zentrale Bedeutung“, ist sich der Landrat sicher.   

Nun gelte es, gemeinsamen die nächsten Schritte zu definieren. Dr. Reinhard Kubat stellt dabei nochmals klar: „Das Kreiskrankenhaus bleibt in der Trägerschaft des Landkreises. Wir haben einen Versorgungsauftrag für die Menschen in der Region, dem wir nachkommen werden.“ Dafür gelte es, alternative zukunftsfähige Lösungen zu finden. „Gern möchten wir darüber gemeinsam mit der Vitos GmbH beraten.“

Hintergrund

Vitos GmbH

Die Vitos GmbH ist die strategische Managementholding von zwölf gemeinnützigen Unternehmen. Alleingesellschafter ist der Landeswohlfahrtsverband Hessen. Diagnostik und Behandlung von Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen in psychiatrischen, psychosomatischen und forensisch-psychiatrischen Kliniken ist die Kernaufgabe. 9.750 Mitarbeiter erwirtschaften an 100 Standorten in 60 Orten einen jährlichen Gesamtertrag von 648 Mio. Euro, behandeln 43.000 Patienten stationär/teilstationär und 173.000 ambulant. Mit 3.500 Betten/Plätzen ist der Konzern Hessens größter Anbieter für die ambulante, teil- und vollstationäre Behandlung psychisch kranker Menschen. In den Einrichtungen für Menschen mit geistiger bzw. seelischer Behinderung und der Jugendhilfe stehen insgesamt 2.400 Plätze bereit. Die Fachkliniken für Neurologie und Orthopädie haben gemeinsam 300 Betten.

Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH

Das Kreiskrankenhaus Frankenberg ist ein modernes Akutkrankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 223 Planbetten und sieben chefarztgeführten Fachkliniken. Es befindet sich in Trägerschaft des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Jährlich werden rund 30.000 Patienten ambulant und stationär behandelt.

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