Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg
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Kreiskrankenhaus baut neues Wohnheim mit integriertem Schulzentrum

Symbolischer Spatenstich: Für 4,8 Millionen Euro errichtet das Kreiskrankenhaus ein neues Wohnheim mit integrierter Krankenpflegeschule. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich ein Jahr dauern.

Das Kreiskrankenhaus Frankenberg baut für 4,8 Millionen Euro ein neues Wohnheim. Der dreigeschossige Neubau bietet darüber hinaus Platz für das Schulzentrum für Pflegeberufe, das bislang in einem Nebentrakt des alten Schwesternwohnheims untergebracht ist. Mit einem symbolischen Spatenstich gaben Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Reinhard Kubat und Kreiskrankenhaus-Geschäftsführer Ralf Schulz am Dienstagnachmittag den offiziellen Startschuss für die rund einjährigen Bauarbeiten.

Hintergrund der Investition ist der bauliche Zustand des Schwesternwohnheims. „Das Gebäude wurde Ende der 60er Jahre errichtet. Der Modernisierungsbedarf ist erheblich“, sagt Geschäftsführer Schulz. „Die dringend erforderliche umfassende Sanierung wäre jedoch unwirtschaftlich. Stattdessen haben wir uns für einen Ersatzneubau entschieden.“

Für Aufsichtsratssitzenden und Landrat Dr. Reinhard Kubat ist der Neubau ein Bekenntnis zum Standort Frankenberg und eine wichtige Investition in die Zukunft: „Mit dem Umzug der seit Jahrzehnten bestehenden Krankenpflegeschule der Kreisklinik in die neuen Gebäude wird das Schulzentrum auch künftig optimale Voraussetzungen für die Verzahnung von theoretischer und praktischer Wissensvermittlung bieten.“ Mit den dazugehörigen neuen Appartements und Zimmern entstehe für die Mitarbeiter und Auszubildenden auch außerhalb des Arbeitens und Lernens ein ansprechendes Wohnumfeld in Kliniknähe.

Mit den vorbereitenden Arbeiten wurde bereits im November 2016 mit der Rodung des Baufeldes begonnen. Der Neubau wird westlich der Gebäude errichtet, in denen aktuell das Gesundheitsamt des Landkreises und das Schulzentrum für Pflegeberufe untergebracht sind. Östlich schließt sich das alte Wohnheim an. Dieser Trakt wird nach Fertigstellung des Neubaus im nächsten Jahr niedergelegt. An der Stelle plant Vitos Haina den Bau eines neuen Gebäudes, in dem die Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Haina einziehen wird.

Bauherr des neuen Wohnheims ist die Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH. Als Generalunternehmen tritt der Frankenberger Fertighaushersteller FingerHaus, der sich im Zuge der Ausschreibung den Auftrag gesichert hat.

Klaus Cronau, Geschäftsführer der FingerHaus GmbH freut sich darüber: „FingerHaus realisiert regelmäßig Gewerbeobjekte, sowie Wohnanlagen in größerem Umfang. Ein Projekt wie das neue Wohnheim des Kreiskrankenhauses direkt „vor der Haustür“ realisieren zu können, ist für uns eine tolle Möglichkeit, sich in diesem Geschäftsfeld eine weitere Referenz zu schaffen.“

Das neue Wohnheim wird auf einer Grundfläche von rund 1800 Quadratmetern in Hybridbauweise errichtet. „Der Hybridbau ist eine zukunftsweisende Bauweise, die in hohem Maße mit vorgefertigten Teilen erfolgt. Sie besteht aus einer tragenden Stahl-Beton-Konstruktion mit optimalen Brand- und Schallschutz sowie einer hoch wärmegedämmten Holzrahmenbau-Außenwandkonstruktion“, erklärt FingerHaus-Geschäftsführer Klaus Cronau. „FingerHaus hat bereits mehrere Objekte in dieser Bauart realisiert: Das eigene dreigeschossige Verwaltungsgebäude, zwei mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser in Frankenberg im vergangenen Jahr sowie weitere Büro- und Gewerbeimmobilien. Das Geschäftsfeld ist neben dem Einfamilienhausbau ein Zukunftsmarkt“.

Das unterkellerte dreigeschossige Gebäude bietet in den oberen beiden Stockwerken Platz für insgesamt 28 Wohneinheiten; jeweils acht Appartements und sechs Zimmer pro Geschoss. Sie sind für die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses sowie die Auszubildenden des Schulzentrums vorgesehen. Dieses wird das Erdgeschoss des Neubaus belegen. Auf knapp 600 Quadratmetern sind zwei Klassenräume, zwei Gruppenräume sowie weitere Räume für Besprechungen, eine Bibliothek mit EDV-Schulungsraum sowie Büros für die Lehrer vorgesehen.

Im Schulzentrum für Pflegeberufe, das 2018 seit 50 Jahren besteht, bildet das Kreiskrankenhaus den pflegerischen Nachwuchs aus. Insgesamt stehen 15 Plätze für die Ausbildung von Krankenpflegehelfern sowie 56 Plätze für die dreijährige Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegern zur Verfügung. Die Schule wird von Horst Schmidt geleitet.

Der Neubau wird energetisch vom Kreiskrankenhaus versorgt. Die Fernwärmeleitungen zur Anbindung an das Blockheizkraftwerk sowie weitere Leitungen wurden bereits in den vergangenen Wochen verlegt. Für Donnerstag plant die Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF) den Einbau einer 38 Tonnen schweren Trafo-Station. Von 15 bis 20 Uhr wird die obere Forststraße von Lieferanteneinfahrt bis Höhe Haupteingang Kreiskrankenhaus deshalb für Fußgänger und Fahrzeuge voll gesperrt. Der Zugang ist während dieser Zeit durch den alten Haupteingang sowie das Treppenhaus West am Hubschrauberlandeplatz möglich. Alle Wege sind im Außen- und Innenbereich ausgeschildert. Zusätzlich sind während der Dauer der Sperrung Mitarbeiter vor Ort, um Patienten und Angehörigen bei Bedarf und Fragen den Weg zu weisen.

Bildunterschrift:

Gaben den Startschuss für den Bau des neuen Wohnheims mit integriertem Schulzentrum für Pflegeberufe; von links: Thorsten Röder, Technischer Leiter der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF), FingerHaus-Geschäftsführer Klaus Cronau, Hermann Greis (Technischer Leiter der EGF), Kreiskrankenhaus-Geschäftsführer Ralf Schulz, Ehrhart Ritter vom Landkreis, Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, dahinter verdeckt Horst Cronau, Technischer Leiter des Kreiskrankenhauses, Betriebsratsvorsitzender Uwe Patzer, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Schulleiter Horst Schmitt, Pflegedienstleiter Andreas Nerowski, Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese sowie Ärztlicher Direktor Dr. Hannes Gabriel.

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