Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Aufsichtsrat der Kreisklinik hat getagt: medizinische Leistung steigt, Defizit sinkt

Die Leistungen des Kreiskrankenhauses haben sich insgesamt sehr positiv entwickelt – und liegen in den letzen Monaten sogar deutlich über dem Vorjahresniveau; Tendenz steigend. Das hat die aktuelle Sitzung des Aufsichtsrats der Frankenberger Kreisklinik gezeigt.

Steigende Patientenzahlen, sinkendes Defizit, Erweiterung des medizinischen Leistungsspektrums: das Kreiskrankenhaus Frankenberg hat sich in der letzten Zeit positiv entwickelt – sowohl medizinisch als auch wirtschaftlich. „Der Defizitabbau liegt genau im Plan“ berichtet der Geschäftsführer Ralf Schulz im Rahmen der Aufsichtsratssitzung.  „Die auf Basis der ersten drei Monate erstellte Ergebnishochrechnung bestätigt den weiteren Defizitabbau im Vergleich zum Jahr 2014 um eine Million Euro.“

Maßgeblich dazu beigetragen haben die Neuerungen im medizinischen Leistungsspektrum, die in den vergangenen Monaten Stück für Stück in der Kreisklinik etabliert wurden: so haben zukunftsfähige Projekte wie die Palliativmedizin, Teleneurologie oder das ganzheitliche Behandlungskonzept im Bereich der Adipositas-Chirurgie grundlegend zur der gestiegenen Leistungsentwicklung beigetragen. „Auch künftig wird sich in diesem Bereich noch einiges tun“, so Schulz.

Darüber hinaus sind es aber auch die Sanierungsmaßnahmen, die seit rund einem Jahr parallel dazu in allen Klinikbereichen laufen: „Wir haben alle Abteilungen des Hauses genau unter die Lupe genommen und das Verbesserungspotenzial herausgearbeitet“, erläutert der Klinikchef weiter. „Die Maßnahmen der vorherigen Geschäftsführung und die Kapitalerhöhung der vergangenen Jahre waren erste gute Ansätze.“ Sie reichten jedoch nicht aus, um die wirtschaftliche Lage des Hauses dauerhaft zu verbessern. „Durch das neu eingeführte verbesserte Berichtswesen und die aktuelle Wirtschafts- und Mittelfristplanung standen und stehen uns die notwendigen Steuerungsinstrumente zur Verfügung.“ Das hat sich positiv auf die Zahlen ausgewirkt. „Und wird auch künftig dazu beitragen, dass unser Haus in 2017 schwarze Zahlen schreiben wird – wie in der Mittelfristplanung vorgesehen.“

Die positive Entwicklung im letzten Jahr wurde im Rahmen der Sitzung in der Präsentation des ordnungsgemäßen Jahresabschlusses 2014 durch die unabhängigen Wirtschaftsprüfer bestätigt – und von den Mitgliedern des Aufsichtsrats beschlossen. Weiterhin hat der Aufsichtsrat der Klinik den aktuellen Geschäftsführer Ralf Schulz sowie den ehemaligen Klinikleiter Christian Jostes entlastet.

„Wir sind auf einem guten Weg“, zieht Ralf Schulz ein positives Fazit. „Denn nach den erfolgreichen letzten Monaten ist auch die Prognose für das zweite Halbjahr 2015 vielversprechend.“ „Die angestoßenen Entwicklungen brauchen ihre Zeit“, ergänzt der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Jens Deutschendorf in Vertretung für den Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Die aktuellen – und sehr erfreulichen – Entwicklungen zeigen aber, dass das Kreiskrankenhaus jetzt medizinisch und wirtschaftlich durchstarten kann – darin setzen wir unsere ganze Energie.“

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