Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Neurochirurg Anas Kalhout verstärkt Wirbelsäulenchirurgie im Kreiskrankenhaus

Dr. Anas Kalhout ist Facharzt für Neurochirurgie und auf die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule spezialisiert. Seit 1. Juli praktiziert er im Kreiskrankenhaus.

Rückenschmerzen zählen zu den Volkskrankheiten in Deutschland. Sie sind der zweithäufigste Grund, einen Arzt aufzusuchen. Um eine wohnortnahe Versorgung der Patienten sicherzustellen, hat das Kreiskrankenhaus deshalb im vergangenen Jahr das medizinische Leistungsspektrum um die Wirbelsäulenorthopädie erweitert. Mit Dr. Rafael D. Sambale von der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel behandelt seither einer der renommiertesten Spezialisten Deutschlands in Frankenberg Patienten mit Wirbelkörperfrakturen oder Bandscheibenvorfällen. Zum 1. Juli 2017 wurde der Bereich innerhalb der von Chefarzt Dr. Oliver Schuppan geführten Klinik für Orthopädie & Unfallchirurgie personell ausgebaut: Mit Anas Kalhout verstärkt ein Facharzt für Neurochirurgie das Kreiskrankenhaus.

„Ich freue mich, dass Herr Kalhout als Oberarzt das chirurgische Team ergänzt“, sagt Geschäftsführer Ralf Schulz. Das Behandlungskonzept sieht weiterhin eine enge Verzahnung mit dem ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Team der Klinik für Orthopädie & Unfallchirurgie von Dr. Schuppan vor. „Mit Dr. Sambale und Anas Kalhout verfügen wir fortan jedoch über zwei Fachärzte, die von der Diagnostik über die Operation bis zur postoperative Betreuung eine umfassende und qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten mit Rückenleiden gewährleisten.“ 

Mit der Ausweitung des Angebots einher gehen auch kürzere Wartezeiten für die Patienten: „Durch die permanente Präsenz von Herrn Kalhout im Kreiskrankenhaus ist bei akuten Erkrankungen auch eine umgehende Versorgung möglich.“ Die Terminvereinbarung zur Vorstellung von Patienten mit Erkrankungen der Wirbelsäule erfolgt über die chirurgische Ambulanz des Kreiskrankenhauses unter der Telefonnummer 06451/55-255 oder per E-Mail unter sekchir.ambulanz@krankenhaus-frankenberg.de.

Das Kreiskrankenhaus bietet Patienten mit Erkrankungen der Wirbelsäule moderne Möglichkeiten der Untersuchung und Behandlung: Differenzierte orthopädische und neurologische Diagnostik, Darstellung der Wirbelsäulenabschnitte mit bildgebenden Verfahren, Techniken der nicht-operativen Behandlung (Schmerztherapie, Physiotherapie, röntgengestützte Infiltrationen) sowie ein breites Spektrum der operativen Therapie.

Behandelt werden unter anderem Wirbelkörperfrakturen infolge verstärkten Knochenschwundes (Osteoporose) oder einer Unfallverletzung. Mit einem minimalinvasiven Verfahren - einem kleinen Einschnitt - wird Zement zur Stabilisierung des Wirbels im Knochen platziert. Der Vorteil des als Kyphoplastie bezeichneten Verfahrens besteht darin, dass der Patient umgehend nach der Operation schmerzfrei mobil ist.

Zum Leistungsspektrum zählen auch Bandscheibenoperationen. Zur Erklärung: Die Bandscheibe besteht aus einem Faserring und dem darin eingeschlossenen Gallertkern. Bei einem Riss des Faserringes werden Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal verlagert und können in unmittelbarer Nähe verlaufende Nervenwurzeln quetschen. So entstehen die typischen Beschwerden wie Beinschmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder sogar Lähmungen der Beinmuskulatur.

Zum Behandlungsspektrum zählt auch die periphere Nervenchirurgie - also Erkrankungen, die mit einem Nervenengpass an den Extremitäten oder Tumoren der peripheren Nerven einhergehen. Dazu gehören das Karpaltunnelsyndrom oder das Ulnarisrinnen-Syndrom sowie traumatische Nervenschädigungen. Sie werden ebenfalls mikrochirurgisch operiert.

Großen Wert legen Dr. Rafael Sambale und Anas Kalhout auf eine umfassende Schmerztherapie. In Abstimmung mit Dr. Hannes Gabriel, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie & Intensivmedizin, werden individuelle Therapiekonzepte angewandt – von der Krankengymnastik über die medikamentöse Behandlung bis zum Kathedereinsatz.

Diagnosen und Leistungen im Überblick:
  • Alle Arten von Schmerzen in der Wirbelsäule (Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen im Brustwirbelbereich)
  • Schmerzzustände nach Wirbelsäulenoperationen (Bandscheibenoperation, Erweiterung des Spinalkanals, Versteifungoperationen an allen Abschnitte der Wirbelsäule, Zervikal, Thorakal, Lumbal)
  • Schmerzzustände im Bereich des peripheren Nervensystems (Armschmerzen, Beinschmerzen, Muskelschwäche, Sensibilitätsstörung der Extremitäten)
  • Traumatisch bedingte Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule (Wirbelfrakturen, Dislokationen, Schmerzzustände nach Sportunfall oder Schulunfall, Arbeitsunfälle)
  • Alle Patienten mit Verdacht auf Bandscheibenvorfälle oder degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule sowie alle Arten der Missbildungen, Deformitäten, Trauma
  • Unklare chronische Kopfschmerzen, die nicht migräneartig sind
  • Beratung und Weiterbetreuung vor oder nach Schädeloperationen (Hirntumore, Missbildungen, Gefäßmalformatinen)

Zur Person

Anas Kalhout ist 38 Jahre alt. Nach dem Medizinstudium in Aleppo und Freiburg praktizierte er an der Uniklinik Freiburg und im Klinikum Kassel. Seit Mitte 2015 ist er Facharzt für Neurochirurgie. Er verfügt über die Fachkunde Intensivmedizin sowie das Basis-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Wirbelsäulenchirurgie. Seit Ende 2016 arbeitete Anas Kalhout als Oberarzt im Stadtkrankenhaus Korbach. Er ist Mitglied bei Ärzte ohne Grenzen und stellvertretender Leiter einer Hilfsorganisation für humanitäre und medizinische Hilfe in Syrien und in den Krisengebieten.

Dr. Rafael D. Sambale ist Facharzt für Orthopädie und Chirurgie mit den Zusatzbezeichnungen Chirotherapie, Physikalische Therapie und spezielle Schmerztherapie. Er war viele Jahre als Chefarzt in der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau tätig und ist seit November 2015 Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulenorthopädie der Vitos Orthopädische Klinik Kassel.

 

Bildunterschrift

Anas Kalhout ist Facharzt für Neurochirurgie und auf die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule spezialisiert. Seit 1. Juli praktiziert er im Kreiskrankenhaus.

Zurück