Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Schulzentrum für Pflegeberufe hat noch Ausbildungsplätze frei

Enge Verzahnung von Theorie und Praxis: Horst Schmitt leitet Petra Andereya und die angehende Gesundheits- und Krankenpflegerin Anna Schneider an.

Die Arbeit mit und am Patienten ist ihnen eine Herzensangelegenheit: Petra Andereya und Anna Schneider absolvieren ihre Ausbildung im Frankenberger Schulzentrum für Pflegeberufe. Auch für die Kurse, die in diesem Jahr beginnen, gibt es noch freie Ausbildungsplätze.

Fieber messen, den Blutdruck kontrollieren, Verbände wechseln oder auch Patienten- und deren Angehörige beraten: die Arbeit in der Gesundheits- und Krankenpflege ist vielfältig und verantwortungsvoll. Im Frankenberger Schulzentrum für Pflegeberufe haben jüngere aber auch ältere Auszubildende die Möglichkeit, sich zum Gesundheits- und Krankenpfleger oder zum Krankenpflegehelfer ausbilden zu lassen.

Anna Schneider aus Frankenberg und Petra Andereya aus Röddenau haben sich dazu entschieden, an dem an die Kreisklinik angegliederten Schulzentrum zu lernen – und befinden sich nunmehr in den letzten Monaten vor ihren Abschlussprüfungen. Anna Schneider absolviert die dreijährige Lehre zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. „Die Schule wurde mir durch eine Freundin empfohlen“, erzählt die 19-jährige Frankenbergerin. In einem Mix aus Theorieunterricht – der entweder einmal in der Woche oder wochenweise als Blockunterricht stattfindet – sowie in der praktischen Ausbildung auf den Stationen der Kreisklinik als auch bei praktischen Einsätzen in der Kinderklinik Marburg oder in der Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina erlernt sie die Grundlagen der Gesundheits- und Krankenpflege.

Dabei schätzt sie vor allem die enge Verzahnung von Theorie und Praxis – und das angenehme Arbeitsklima. „Wir sind hier nicht einer von vielen“, sagt sie. „Unsere Ausbilder kümmern sich sehr intensiv und individuell um jeden einzelnen. Das ist eine sehr vertrauensvolle Zusammenarbeit.“ Auch im Hinblick darauf, dass die Arbeit mit kranken Menschen nicht immer eine leichte Aufgabe sei. Nach ihrem Abschluss wird sie eigenständig Patienten pflegen, betreuen und beraten können.

Petra Andereya ist eine Quereinsteigerin. Nachdem sie viele Jahre als Hausfrau tätig war und sich um die Erziehung ihrer drei Kinder kümmerte, wagte die 51-Jährige einen beruflichen Neustart – und bewarb sich um die einjährige Ausbildung zur Krankenpflegehelferin. Seit September letzten Jahres lernt sie im Frankenberger Schulzentrum für Pflegeberufe. „Über diese Entscheidung bin ich sehr froh. Viele trauen sich nicht, weil sie denken sie sind zu alt“, sagt die Röddenauerin. Ihr Beispiel zeigt einmal mehr, dass die Ausbildung in der Krankenpflegehilfe nicht nur für frisch gebackene Schulabsolventen, sondern auch für Quereinsteiger geeignet ist. „Die enge räumliche Verbindung zwischen Schule und Krankenhaus ist für uns dabei eine große Bereicherung.“

Das Schulzentrum für Pflegeberufe am Kreiskrankenhaus gibt es seit 1968. Seit im Dezember letzten Jahres die langjährige Schulleiterin Christl Weimann in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat der bis dahin stellvertretende Schulleiter Horst Schmitt die Leitung des Zentrums nun kommissarisch übernommen. „Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern eine erstklassige Ausbildung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege und freuen uns auch in diesem Jahr auf weitere Bewerber, um unsere Kurse zu komplettieren“, so Schmitt.

Der dreijährige Kurs zum staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpfleger beginnt am 1. Oktober dieses Jahres; die einjährige Ausbildung in der Krankenpflegehilfe startet bereits zum 1. September. Weitere Infos über die Ausbildung und das Schulzentrum gibt es auf der Homepage der Kreisklinik unter www.krankenhaus-frankenberg.de oder bei Horst Schmitt unter E-Mail .

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