Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Klinik für Geriatrie Altersmedizin

Modernste Medizin und Rehabilitation unter einem Dach

Leistungen

Den Patienten steht rund um die Uhr eine hochqualifizierte medizinische Betreuung zur Verfügung. Die Ärzte haben eine besondere Expertise im Umgang mit Senioren. Alle diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten des Krankenhauses können genutzt werden. Dazu gehören beispielsweise radiologische Untersuchungen im CT oder MRT, Ultraschall, Endoskopie und Labor. Ferner bietet das Krankenhaus Spezialuntersuchungen wie die fiberendoskopische Schluckuntersuchung (FEES).

Das geriatrische Assessment

Um die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen besser erfassen und objektivieren zu können werden bereits bei der Aufnahme unterschiedliche Tests im Rahmen eines geriatrischen Assesments durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Tests stellen für das Team die Grundlage zur Therapieplanung dar und helfen, die Therapieziele immer wieder zu aktualisieren.

Das geriatrische Team

Ein Alleinstellungsmerkmal in der Geriatrie ist das Vorhandensein eines sogenannten geriatrischen Teams. Um das gemeinsame Ziel zu erreichen, nämlich die Gesundheit und Selbstständigkeit wiederherzustellen oder zu erhalten, arbeiten Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen zusammen.

 

Physiotherapie

Das Team der Physiotherapie sorgt für die Wiederherstellung der Mobilität des Patienten. Zielorientiert werden im Rahmen der Krankengymnastik Gangtraining, Sturzprophylaxe, Gleichgewichtsschulung und Muskelaufbau angeboten. Darüber hinaus kommen physikalische Maßnahmen wie etwa Massage, Fango, Lymphdrainage, Schlingentisch-Anwendung und Elektrotherapie zum Einsatz.

 

Ergotherapie

Die Förderung einer selbstständigen Lebensführung ist der Schwerpunkt der Ergotherapie. Grob- und Feinmotorik werden ebenso trainiert, wie die Koordination. Außerdem werden gezielt die Aktivitäten des täglichen Lebens wie etwa das Waschen, Anziehen, Essen und Toilettengänge geübt. Zudem werden die kognitiven Funktionen gestärkt. Werden Hilfsmittel benötigt, werden diese auf die Bedürfnisse des Patienten hin organisiert und der Umgang mit dem Patienten geübt.

 

Logopädie

Die Logopädie behandelt Kau- und Schluckstörungen. Zudem therapiert sie alle Sprach- und Sprechstörungen im Alter. Gezielt werden über Essbegleitung und die Anpassung der Kostform optimale Voraussetzungen für ein Wiedererlangen einer normalen Nahrungsaufnahme über den Mund vorbereitet.

 

Sozialarbeit

Die Sozialarbeit ebnet den Weg für eine er­folg­reiche Wiedereingliederung in das häusliche Umfeld. Sie hilft dabei, soziale Dienste ein­zu­beziehen, Pflegestufen zu beantragen und eventuell auch Kurz­zeit­pflege­ein­richtungen auszusuchen.

Psychologie

Die Psychologie befasst sich mit kognitiven und emotionalen Störungen, wie etwa Depressionen. Mit Hilfe von speziellen diagnostischen Verfahren können Störungen der Kognition etwa nach einem Schlaganfall erfasst werden. Außerdem können Früherkennung und Verlaufsbeurteilungen einer nachlassenden Gedächtnisleistung objektiviert werden. Ferner werden in psychotherapeutischen Einzelgesprächen einschneidende Erfahrungen wie schwere Krankheiten, Ängste und Depressionen verarbeitet und praxisgerechte Zufkunftsperspektiven entwickelt.

Pflegeexperten

Alle Mitarbeiter des Pflegedienstes sind auch Therapeuten. Während unsere Patienten noch akutmedizinische Versorgung erhalten, beginnen wir parallel dazu das Training der fundamentalen alltagspraktischen Fähigkeiten wie das selbstständige Essen, Waschen und Anziehen und die Mobilität.

In dieser sogenannten Frührehabilitation sind Erhalt und die Wiedererlangung dieser Funktionen ein zentrales Anliegen der Therapie. Unsere Pflegekräfte stellen zu jedem Zeitpunkt des Aufenthaltes eine optimale medizinisch-pflegerische Versorgung sicher. Innerhalb des Teams besitzen die Fachkräfte zusätzliche Qualifikationen. So sind eine hohe Zahl der Pflegekräfte zu Pflegeexperten ausgebildet worden.

Spezialqualifikationen unseres Pflegeteams

  • Basale Stimulation (Aktivierungs- und Kommunikationskonzept für Schwerstkranke)
  • Kinästhetik (spezielles Konzept zur Erfassung und Förderung der Eigenbeweglichkeit)
  • Bobath-Konzept (Lagerungs- und Bewegungskonzept für Menschen mit neurologischen Erkrankungen)
  • Validation (begleitende Kommunikationsform im Umgang mit demenzkranken Menschen)
  • Wundexperten

Einfühlungsvermögen

Neben der fachlichen Qualifikation und der Berufserfahrung benötigen alle Mitarbeiter ein großes Maß an  Einfühlungsvermögen mit den ihnen anvertrauten Patienten. Deren persönlichen Erfahrungen und Biographien, ihre jeweiligen Lebensumstände und Gewohnheiten, sowie das soziale Umfeld werden besonders geachtet.

Aktivieren und Motivieren

Ziel ist es, so früh wie möglich die Patienten wieder „auf die Beine zu stellen“. Dazu gehört auch, dass die Senioren frühzeitig das Bett wieder verlassen sollen, um das Essen gemeinsam im Gemeinschaftsraum einzunehmen.