Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Herzlich willkommen in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie

Die Leistungen der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie und Neurotraumatologie umfassen die gesamte chirurgische Primär- und Akutversorgung von Verletzungen und Erkrankungen des Zentralen und Peripheren Nervensystem sowie ein breites Spektrum an elektiven Eingriffen an der Wirbelsäule. Im Rahmen des lokalen Traumazentrums Mittelhessen der Klinik für Unfallchirurgie werden Schädel-Hirn-Verletzungen in der akuten Erstversorgung wie auch im weiteren Verlauf behandelt. Ebenso können wir bei untraumatischen Hirnblutungen (Schlaganfall, Aneurysmen) eingreifen.

Bei allen operativen Verfahren wird den Methoden der minimalinvasiven Chirurgie der Vorzug gegeben. Besonderen Wert legen wir auf eine gute perioperative Schmerztherapie, bei der wir eng mit der anästhesiologischen Abteilung zusammenarbeiten.

Die Behandlungsschwerpunkte sind:
  • degenerative Wirbelsäulenerkrankungen (Bandscheibenvorfälle sowie Spinalkanalverengung der Hals-Brust und Lendenwirbelsäule)
  • entzündliche Erkrankungen (Spondylodiszitis)
  • neoplastische Wirbelsäulenerkrankungen (Primärtumore oder Metastasen der Wirbelsäule)
  • lumbale und zervikale Bandscheibendegenerationen (Diskopathien)
  • primäre und sekundäre segmentale Instabilitäten der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule (Wirbelgleiten)
  • osteoporotische Sinterungen der Wirbelsäule mit und ohne neurologischer Symptomatik
  • traumatische Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems (Gehirnerschütterung, Gehirnblutung, Schädelfrakturen, traumatische Nervenschädigung)
  • traumatische Wirbelsäulenfrakturen mit und ohne Dislokation
  • Engpasssyndrom des peripheren Nervensystems (Karpaltunnelsyndrom, Sulcus Ulnaris Syndrom)
  • Konservative und operative Behandlung von chronischen Schmerzsyndromen (SCS, SPNS)
Behandlungsmethoden

Alle o.g. Krankheitsbilder werden mit möglichst schonenden, minimal invasiven Zugangstechniken behandelt. Die offenen operativen Eingriffe an der Wirbelsäule werden mikrochirurgisch durchgeführt. Rekonstruktive Eingriffe zur Behandlung von Wirbelsäuleninstabilitäten erfolgen unter Verwendung fortschrittlichster Stabilisierungstechniken und Implantate. Dynamische, d.h. (teil-) funktionserhaltende Techniken (z.B. Bandscheiben-Endoprothesen, dynamische Wirbelsäulenfixateure) werden gegenüber rigiden Stabilisierungssystemen bei der operativen Therapie degenerativer Instabilitäten bevorzugt eingesetzt.

Die Betreuung von Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen umfasst neben der ambulanten präoperativen Begutachtung in der Spezialsprechstunde die stationäre Behandlungsphase (perioperative Diagnostik, Operation, Krankengymnastik) sowie eine strukturierte ambulante Nachsorge. Eine erweiterte spinale Funktionsdiagnostik (Wurzel- und Facettengelenksblockaden, Diskografien etc.) erfolgt tagesstationär und bei Bedarf stationär.