Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Presseveröffentlichungen

Trotz Lockerungen in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens hat sich das Kreiskrankenhaus entschlossen, das bestehende Besuchsverbot beizubehalten. Zur Begründung äußert sich Geschäftsführer Gerhard Hallenberger: „Wir haben viele hochbetagte, mit Vorerkrankungen belastete oder durch Immunsuppression (z.B. bei onkologischen Erkrankungen) beeinträchtigte Patienten, für die das Corona-Virus eine ernste Bedrohung darstellt. Da die Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen für uns höchste Priorität hat, bleiben wir zunächst bei dem Besuchsverbot. Wir bitten um Ihr Verständnis.“

Im Kreiskrankenhauses Frankenberg und dem angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrums ist ab sofort das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben. Diese Regelung gilt für alle Patienten, die zu Sprechstunden und Untersuchungen in die verschiedenen Ambulanzen oder das MVZ kommen, ebenso für notwendige Begleitpersonen dieser Patienten.

Das Kreiskrankenhaus ist für die Aufnahme von Corona-Patienten vorbereitet. Eine Station wurde für Corona-Patienten geräumt. Nachdem einige Verdachtsfälle in dieser Woche Fehlalarm waren, haben wir seit gestern den ersten bestätigten Fall auf dieser Isolierstation. Die Aufnahme von Corona-Patienten erfolgt über den separaten Eingang „Alte Pforte“.

Das Kreiskrankenhaus bietet am 27.03.2020 eine Patientenveranstaltung zum Thema „Kampf dem Schmerz“ an. Initiator und Gastgeber ist die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Anas Kalhout. Ab 16 Uhr berichten mehrere medizinische Experten in der Ederberglandhalle Frankenberg über aktuelle Erkenntnisse und erfolgreiche Therapieverfahren im Kampf gegen Schmerzen. Rund um die Vorträge ist Gelegenheit sich an Infoständen über die Stimulations-Verfahren und weitere Hilfsmittel zu informieren, sowie mit den Referenten zu sprechen.

Regemäßig erhebt die AOK Daten über die Behandlungserfolge und das Auftreten unerwünschter Ereignisse bei häufig durchgeführten chirurgischen Maßnahmen. Sie möchte ihren Versicherten damit helfen, eine gut informierte Wahl einer Klinik zu treffen (siehe Hintergrund). Im aktuellen Bericht erhält das Kreiskrankenhaus Frankenberg für die sogenannte „Bruchoperation“ (Verschluss einer Leistenhernie) und für das Einsetzen von Hüftprothesen nach Oberschenkelhalsbruch die begehrten drei AOK-Bäumchen. Die Auszeichnung wird an die besten 20% der Kliniken mit einer geringen Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Ereignisse vergeben.

Das Kreiskrankenhaus Frankenberg wird seit der Schließung der Geburtshilfen in Biedenkopf und Wehrda zum Anziehungspunkt für werdende Eltern aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, zudem fahren viele aus dem Hochsauerlandkreis oder sogar dem Kreis Siegen-Wittgenstein nach Frankenberg. Jede 5. Schwangere, die hier entbindet stammt aus einem dieser Einzugsgebiete. Im Jahr 2019 wurden in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der Leitung von Chefarzt Dr. Volker Aßmann genau 540 Kinder geboren und damit fast 100 mehr, als im Jahr zuvor.

Die Leitung des Kreiskrankenhauses teilen sich offiziell der Geschäftsführer Herr Gerhard Hallenberger, der Pflegedienstleiter Herr Andreas Nerowski und der Ärztliche Direktor. Letztere Position wird im Rotationssystem von einem der Chefärzte der acht Kliniken am Kreiskrankenhaus übernommen. In der letzten Aufsichtsratssitzung wurde Herr Dr. Oliver Schuppan auf Vorschlag des Kollegiums zum neuen Ärztlichen Direktor ernannt.

Das Kreiskrankenhaus hat auf vielfachen Wunsch von Patienten und Besuchern die Öffnungszeiten der Patientencafeteria erweitert. Ab Februar öffnet diese an Werktagen jetzt schon um 08.30 Uhr ihre Türen, statt um 11.00 Uhr. Damit können Patienten aus den verschiedenen Ambulanzen in ihrer Wartezeit einen frischen Kaffee, belegte Brötchen oder Snacks genießen.  Am Wochenende und an Feiertagen sind die Öffnungszeiten unverändert von 14.00 bis 18.00 Uhr.

Regelmäßig finden im Kreiskrankenhaus spezielle Schulungen für Notfall-Situationen statt, denn im Fall der Fälle muss es schnell gehen und alles soll reibungslos funktionieren. Kürzlich hatte man dazu das Simulationszentrum Mittelhessen eingeladen, um die Behandlung eines Schwerverletzten im sogenannten Schockraum zu üben. Der Schockraum ist die erste Station im Krankenhaus für Patienten die z.B. aus größerer Höhe gestürzt sind, nach schweren Verkehrsunfällen oder mit schweren Brandwunden eingeliefert werden.

Im Kreiskrankenhaus in Frankenberg gibt es seit 2016 das Angebot, mit Hilfe von ausgebildeten Therapiebegleithunden Patienten zu unterstützen. Bisher wurde dieses Angebot hauptsächlich in der Palliativ-Medizin in Anspruch genommen. Die Leitende Oberärztin Gabriele Schalk, Fachärztin für Gynäkologie, Geburtshilfe und Palliativmedizin hatte sich anfänglich für die Erlaubnis eingesetzt, dass schwerkranke Patienten von ihren geliebten eigenen Hunden besucht werden durften.