Spezialisierte Diagnostik bei Zellveränderungen
Gynäkologin am KWF, Standort Frankenberg erhält Qualitätssiegel für Dysplasie-Sprechstunde
In der Gynäkologie und Geburtshilfe am Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) am Standort Frankenberg, gibt es Grund zur Freude: Oberärztin Frau Dr. med. Susanne Kann ist mit ihrer Dysplasie-Sprechstunde von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) offiziell zertifiziert worden. Das renommierte Qualitätssiegel bestätigt die hohe medizinische Expertise und die Einhaltung strenger Qualitätsstandards bei der Abklärung und Behandlung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals, an der Scheide und an der Vulva. Für Patientinnen der Region bedeutet das: Sicherheit, modernste Diagnostik sowie eine schonende Untersuchung und Behandlung aus einer Hand.
Wenn der Abstrich beim Frauenarzt auffällig ist, kann das bei Patientinnen häufig zu Verunsicherung führen. Eine zertifizierte Dysplasie-Sprechstunde bietet in diesem Moment die bestmögliche Anlaufstelle für eine gezielte und behutsame Entwarnung oder eine erforderliche Weiterbehandlung. „Auffällige Befunde bei der Vorsorge bedeuten nur selten tatsächlich Krebs, sondern sind in den allermeisten Fällen harmlos“, betont Frau Dr. Kann. „Mit der DKG-Zertifizierung möchten wir unseren Patientinnen die Gewissheit geben, dass sie bei uns in den besten Händen sind – von der fundierten Diagnostik bis zur optimalen Therapie.“
Moderne Diagnostik und Erfahrung
„Wir sind sehr stolz, mit Frau Dr. Kann eine kompetente Spezialistin in unserem Team zu haben“, betont Chefarzt Dr. med. Mehmet Yiğit. „Das DKG-Siegel wird nur an Ärztinnen und Ärzte vergeben, die eine umfassende Spezialschulung vorweisen und eine hohe Zahl an Untersuchungen jährlich durchführen. Bei Frau Dr. Kann sind dies etwa 170 Untersuchungen im Jahr.“ In der Gynäkologie am Standort Korbach führt mit Chefarzt Dr. med. Ioannis Tsitlakidis, der die Zusatzbezeichnung Gynäkologische Onkologie führt, ebenfalls ein ausgewiesener Spezialist diese Diagnostik durch. Diese Erfahrung garantiert eine besonders präzise Einschätzung auffälliger Befunde.
Durch den Einsatz eines hochmodernen Lupeninstrumentes (Kolposkop) können veränderte Stellen millimetergenau erkannt werden. Oft kann bereits während der Untersuchung Entwarnung gegeben werden. „Bei der Mehrheit der Patientinnen bestätigt sich der Anfangsverdacht nicht und wir können sie beruhigt nach Hause schicken“, betont Frau Dr. Kann. Herr Dr. Tsitlakidis ergänzt: „Sollten doch auffällige Bereiche entdeckt werden, wird schonend eine kleine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen, die anschließend zur feingeweblichen Untersuchung ins Labor geschickt wird. Auf Grundlage des Ergebnisses dieser Biopsie wird das weitere Vorgehen mit der Patientin besprochen. Die Kolposkopie dient somit der frühzeitigen Erkennung und Abklärung, ob Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs vorliegen, um eine rechtzeitige Behandlung zu ermöglichen.“
Individuelle und leitliniengerechte Therapie:
Die Untersuchung und Behandlung erfolgen nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. „Da sich viele leichte Zellveränderungen von selbst zurückbilden, wird gemeinsam mit der Patientin abgewogen, wann ein Abwarten mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen ausreicht und wann eine Therapie sinnvoll ist“, erläutert Frau Dr. Kann. „Wir arbeiten dazu eng mit den niedergelassenen Gynäkologinnen und Gynäkologen zusammen, sodass eine nahtlose Weiterbetreuung gewährleistet ist.“ Termine für die Dysplasie-Sprechstunde können nach Überweisung durch den behandelnden Frauenarzt in den gynäkologischen Abteilungen beider Standorte vereinbart werden.
Weiter Informationen zur Dysplasie- / Kolposkopie-Sprechstunde finden Sie hier.