Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg
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Weiterbildungskonzept Chirurgie

Warum Weiterbildung?
  • Qualität der Weiterbildung ist das wichtigste Kriterium für Zufriedenheit mit der Arbeitssituation
  • ŸIn der „Expertenorganisation Krankenhaus“ ist Wissen die wichtigste Produktivkraft
  • ŸWeiterbildung ist also nicht bloß eine Zutat zum operativen Kernprozess
  • ŸDie Bereitschaft und der Wille zum permanenten Lernen bilden ein gemeinsames Interesse aller Mitarbeiter

Unser Ziel: Kultur des Wissens

„Das gesammelte Wissen der Mitarbeiter ist wichtigste Produktivkraft der Klinik... Erhalt und Weiterentwicklung des Wissens sind untrennbar mit dem Ziel einer hochwertigen Patientenversorgung verbunden.....“
(aus dem Weiterbildungsleitbild der Chirurgischen Klinik)

Denn:

„Wissen ist der erste Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt“
(brand eins, 11/2009)

Stukturierte Weiterbildung: Was heißt das?
  • Weiterbildungsleitbild
  • Weiterbildungsziele
  • Weiterbildungsvereinbarung
  • Mentorenkonzept
  • Logbücher
  • Dokumentation der Weiterbildungsinhalte
  • Evaluation

Weiterbildungsleitbild

Soll Weiterbildung eine gemeinsame Bemühung aller Mitarbeiter der Klinik sein, erfordert sie ein Leitbild, in dem die Bedeutung von Wissen festgehalten wird. Dies dient der normativen Orientierung und der Selbstverpflichtung.

Weiterbildungsziele

Weiterbildung steht immer im Kontext der gesamten Lebensplanung. Daher werden hier nicht nur die katalogisierten Weiterbildungsziele erfasst, sondern auch Dimensionen der persönlichen Entwicklung. Diese sollen in individuelle Zielvereinbarungen einfließen.

Weiterbildungsvereinbarung

Die Weiterbildungsvereinbarung wird gleichzeitig mit dem Arbeitsvertrag abgeschlossen. Durch die Unterschriften des Geschäftsführers, der Chefärzte und des Mitarbeiters erhält sie das Gewicht einer gegenseitigen Verpflichtung. Sie kann durch eine zusätzliche individuelle Zielvereinbarung ergänzt werden.

Mentorenkonzept

Jedem Weiterbildungsassistenten wird ein persönlicher Mentor zugeteilt. Seine Aufgaben sind in der Funktionsbeschreibung der Weiterbildungsmentoren erfasst. Damit soll der besonderen Bedeutung personenbezogenen Lernens in der Chirurgie Rechnung getragen werden.

Curricula und Logbücher

Hierin werden die getroffenen Vereinbarungen konkretisiert. Ihr Sinn ist, die Weiterbildungsziele in überprüfbare Zeitabschnitte und Leistungsmengen zu übersetzen. Je nach dem in der Weiterbildungsvereinbarung fixierten Weiterbildungsmodul bestehen unterschiedliche Logbücher.

Logbücher

Auch externe Fortbildungen werden für die unterschiedlichen Module verbindlich zugesagt und finanziert.

Daneben wird das Expertenwissen der Klinik in die Weiterbildung einbezogen.

Dokumentation

Für jeden Weiterbildungsassistenten wird eine EDV gestützte Dokumentation geführt, in der die Operationen nach OPS-Ziffern gruppiert und kontinuierlich erfasst werden. Daraus kann jederzeit ein Logbuch generiert werden, das den formalen Anforderungen der Landesärztekammer genügt.

Die weiterbildungsrelevanten Leistungen, welche nicht in OPS-Ziffern abgebildet sind, werden in Laufzetteln bzw. gesonderten Dateiordnern erfasst.

Evaluation
  • Die Qualität der Weiterbildung bedarf der ständigen Überprüfung. Diese kann aber nicht unidirektional erfolgen.
  • Weiterbildung ist keine einseitige Bringschuld der Klinik, sondern erfordert ein hohes Maß an Eigeninitiative.
  • Daher erfolgt halbjährlich die gegenseitige Bewertung von Weiterbildern und Weiterzubildenden anhand von Fragebögen. Die Ergebnisse der Bewertung werden individuell und abteilungsöffentlich besprochen.

Unser Ziel: Verlässlichkeit und Transparenz

Weiterbildung darf nicht länger von zufälligen oder schicksalhaften Faktoren abhängig sein.

Sie soll aus überprüfbaren und verpflichtenden gegenseitigen Vereinbarungen resultieren.

Dies bedeutet nicht, dass jede begonnene Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen werden muss. Auch der Abbruch der Facharztweiterbildung kann aber kontrolliert und vernünftig erfolgen.

Produktionsziel: Qualifikation!

Das Wissen aller Mitarbeiter soll für die Weiterbildung nutzbar gemacht werden.

Dafür entwickeln wir ein klinikinternes Programm von Kursen (z.B. Gipstechnik, Sonographie, Laparoskopie, Wundbehandlung), in das auch die nicht-ärztlichen Mitarbeiter einbezogen werden.

Produktion und Wissenserwerb sollen nicht länger getrennt nebeneinander stehen.

„Die ärztliche Leitung der Chirurgischen Klinik übernimmt die Verantwortung dafür, Weiterbildungsziele jedes einzelnen Mitarbeiters zu erfassen und die Erreichung dieser Ziele zu unterstützen...”
(aus dem Weiterbildungsleitbild der Chirurgischen Klinik)