Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps Universität Marburg

Corona - Informationen zur Lockerung des Besuchsverbotes für Patienten und Besucher

Neue Besucherregelung ab dem 15. Juli 2020

Sehr geehrte Besucher, Angehörige und Patienten,

Die hessische Landesregierung hat das offizielle Besuchsverbot für Krankenhäuser gelockert. Nachdem geplante Operationen und ambulante Termine seit einiger Zeit wieder mehr und mehr durchgeführt werden dürfen, geht das Kreiskrankenhaus mit den neuen Regelungen für Besucher nun einen kleinen Schritt weiter in Richtung Normalität.
Angelehnt an die hessischen Vorgaben dürfen ab Mittwoch 15. Juli 2020 ab 11 Uhr auch in unserem Hause wieder Patientenbesuche stattfinden.

Patientinnen und Patienten im Krankenhaus benötigen unseren besonderen Schutz: zusätzliche Infektionen, wie zum Beispiel durch das Coronavirus, können zu schweren Krankheitsverläufen führen. Bitte helfen Sie uns, die Patientinnen und Patienten bestmöglich zu schützen und schützen Sie sich selbst!

Bitte fragen Sie sich: Ist mein Besuch wirklich nötig? Mit jedem Besuch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Viren, wie das Coronavirus, auch hier im Krankenhaus verbreiten. Auch Ihre eigene Infektionsgefahr steigt dann. Verschieben Sie den Besuch möglichst auf die Zeit, wenn Ihre Angehörigen entlassen wurden.

Verzichten Sie auf einen Besuch, wenn Sie sich krank oder unwohl fühlen. Nutzen Sie jetzt stattdessen vermehrt andere Wege, um mit Ihren Angehörigen oder Freunden zu kommunizieren z. B. Telefon oder E-Mail.

 

Folgenden Regelungen gelten im Kreiskrankenhaus Frankenberg

Wie oft darf ein Patient besucht werden?

  • Ein Patient darf innerhalb der ersten sechs Tage nach stationärer Aufnahme in unserem Haus zweimal Besuch erhalten. Pro Besuch sind dabei maximal zwei Personen erlaubt. Die Patienten werden bei Ihrer Aufnahme gebeten, zwei Besucher und bestenfalls die Besuchszeiten zu benennen.
    • Diese zwei Personen sollten sich  im Vorfeld absprechen, sonst kann es passieren, dass der Patient gleich am ersten Tag zweimal Besuch erhält und damit sein Kontingent für die nächsten 5 Tage erschöpft ist. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Nicht jede der beiden Kontaktpersonen darf zweimal separat kommen, das wären dann 4 statt der erlaubten 2 Besuche.
  • Ab dem siebten Tag darf dann täglich ein Besuch mit den benannten zwei Personen stattfinden.
  • Geburtsstation: Väter dürfen weiterhin bei der Geburt dabei sein und im Familienzimmer übernachten. Wenn sie jedoch das Gebäude verlassen haben, werden sie danach wie normale Besucher behandelt.
  • Ausnahmen können nur nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Arzt erteilt werden, wenn der Zustand des Patienten kritisch ist oder eine Palliativsituation besteht.
  • Die Besuchsregelung gilt auch außerhalb des Gebäudes. Wir bitten Patienten und Besucher, sich nicht vor der Klinik mit Ihren Angehörigen zu treffen.


In welchen Besuchszeiten darf man kommen und wie lang?

  • Besuche sind in der Zeit zwischen 11 und 20 Uhr erlaubt undauf eine Stunde beschränkt.
    • Die Besuchszeit endet um 20 Uhr. Unabhängig davon, wann das Haus betreten wurde, gilt diese Zeit als Ende des Besuchs, auch wenn die erlaubte Stunde noch nicht vollendet ist.
  • Auf der Intensivstation gilt weiterhin, dass Besucher nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zugelassen sind. Ist der Besuch genehmigt, ist er in einem der folgenden Zeitfenstern möglich: 11-12 Uhr oder 15:30-18:00 Uhr und ebenfalls auf eine Stunde beschränkt.


Verhaltensregeln

  • Bitte tragen Sie als Besucher die ganze Zeit einen Mund-Nasen-Schutz. Details zur Maskenpflicht, siehe unten.
  • Bitte desinfizieren Sie sich im Eingangsbereich die Hände.
  • Halten Sie die empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Meter ein, sowohl zum Patienten, als auch zu anderen Personen.
  • Auch wenn es schwer fällt: Begrüßen und verabschieden Sie sich ohne Körperkontakt zum Patienten.
  • Download: Merkblatt zu den Verhaltensregeln
  • Bitte beachten Sie die Wegführung für Besucher und Patienten am Haupteingang (siehe Grafik)

 

Besuche weiterhin nicht erlaubt...

  • Bei Patienten mit Verdacht oder nachgewiesener Infizierung mit dem Corona-Virus ist kein Besuch erlaubt.
  • Für Personen mit Atemwegsinfektionen besteht weiterhin ein Betretungsverbot in unserem Haus, um sich selbst, die Patientinnen und Patienten und das Krankenhauspersonal zu schützen.
  • Wir behalten uns vor, ein individuelles Besuchsverbot auszusprechen, wenn Patient oder Besucher aus Orten mit einer hohen Infektionsrate (Risikogebiet) kommen.


Organisatorisches

  • Jeder Besucher wird am Empfang gebeten sich schriftlich anzumelden und erhält hier einen Besucherausweis, der während des Aufenthaltes im Kreiskrankenhaus sichtbar getragen werden muss. Dieser ist am Ende des Besuches am Empfang wieder abzugeben, wobei sich gleichzeitig mit Unterschrift ausgetragen werden muss.
  • Hier ist auch ein Anamnese-Bogen auszufüllen, um die Möglichkeit einer bestehenden Corona-Infektion zu erfassen. Gern können Sie sich diesen Bogen auch hier schon herunterladen, ausdrucken und ausgefüllt mitbringen. Anamnese-Bogen
  • Für die Angehörigen besteht weiterhin die Möglichkeit, eine telefonische Basisauskunft durch die Pflege zu bekommen und während der regulären Dienstzeiten mit dem Arzt telefonisch Kontakt aufzunehmen. Hierzu kann ein Gesprächstermin vereinbart werden.
  • Gerne können Sie für Ihre Angehörige dringend benötigte Artikel, wie z. B. Wäsche, Pflegemittel usw. nach wie vor im Krankenhaus an der Pforte abgeben. Auch ist es möglich benutzte Wäsche über diesen Weg abzuholen.
  • Besucher und Patienten mit vereinbarten Terminen zu ambulanten oder stationären Behandlungen werden entsprechend gelenkt. Deshalb möchten wir Sie bitten, die Beschilderungen zu beachten, die geltenden Abstands- und Hygieneregeln sowie die Anweisungen unseres Personals zu befolgen.


Ambulanzen

  • Um die nötigen Abstandsregeln auch in den Wartebereichen der Ambulanzen und im MVZ einhalten zu können, bittet das Kreiskrankenhaus, Begleitpersonen nur bei zwingender Notwendigkeit mit ins Gebäude zu kommen, den Patienten zur Ambulanz zu bringen und dann möglichst im Außenbereich zu warten. Bei kurzen Anfahrtswegen kann die Begleitperson auch telefonisch benachrichtigt werden, wenn der Patient wieder abgeholt werden kann.

 

Wir behalten uns vor, die Menge der Personen, die sich gleichzeitig in unserem Hause aufhalten, zu reglementieren. Haben Sie bitte Verständnis, falls dadurch Wartezeiten entstehen. Bei sich verändernden Rahmenbedingungen werden wir die Besucherregelung weiter lockern oder erneut einschränken.

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe und Ihr Verständnis zum Wohle Ihrer Angehörigen sowie all unserer Patientinnen und Patienten.

Ihre Klinikleitung

Maskenpflicht

Im Kreiskrankenhaus und im Medizinischen Versorgungszentrum herrscht Maskenpflicht.

 

Masken schützen je nach Art mehr oder weniger vor der Übertragung einer Tröpfcheninfektion (wie bei COVID-19)! Der Träger darf sich jedoch nicht in falscher Sicherheit wiegen!

Das Tragen einer Maske entbindet nicht von der Einhaltung der Corona-Etikette.

Das bedeutet im Einzelnen, auch mit Maske:

  • Abstand halten, mindestens 1,5 m, besser 2m
  • Husten- und Niesetikette einhalten, nicht in die Hand oder in den Raum, sondern wegdrehen und in die Armbeuge husten oder niesen
  • Nicht ins Gesicht fassen
  • Regelmäßig Hände waschen oder desinfizieren (Hautpflege nicht vergessen)

Sollte der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden können, können MNS das Ansteckungsrisiko minimieren, wenn beide Personen einen MNS tragen.

Wechsel der Maske nach wissentlicher Kontamination (z.B. Husten/ Niesen) und bei Durchfeuchtung.

Sog. Community-Masken (Alltagsmasken) müssen nach Gebrauch hygienisch aufbereitet werden.

Schals, Halstücher u.ä. werden im Kreiskrankenhaus Frankenberg als Maskenersatz/Gesichtsschutz nicht akzeptiert. Ebenso das Tragen einer Maske mit einem sogenannten Ausatem-Ventil oder Gesichtsvisieren durch Patienten/Besucher, aufgrund des fehlenden Fremdschutz. (siehe Abbildung)

Tragen von Schutzhandschuhen:

Das Tragen von Schutzhandschuhen kann eine falsche Sicherheit vermitteln. Die Eintrittspforte des Virus ist die Schleimhaut, nicht die Haut. Schutzhandschuhe können zu wahren Virusschleudern werden, wenn diese permanent und unreflektiert getragen werden. Eine regelmäßige und sachgerechte Händehygiene schützt wesentlich effektiver vor einer Ansteckung.

Das permanente Tragen von Schutzhandschuhen schädigt außerdem die Haut und schließt eine Übertragung des Virus ohne die entsprechende Händehygiene nicht aus.